PLEXIGLAS®

Die korrekte chemische Bezeichnung für PLEXIGLAS® ist Polymethymethacrylat (PMMA). Im normalen Sprachgebrauch heißt es PLEXIGLAS®, Acrylglas, Piacryl oder auch O-Glas. PLEXIGLAS® ist der geschützte Markenname der Röhm GmbH. Es handelt sich um einen künstlich hergestellten thermoplastischen Kunststoff, der Glas sehr ähnlich ist. PLEXIGLAS® Satinice und Satin Ice bestehen aus demselben Werkstoff.


Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von PLEXIGLAS®

Da PLEXIGLAS® bruchfest und erheblich leichter als Glas ist, sind die Anwendungsgebiete für diesen Kunststoff nahezu unbegrenzt. Selbst in einer Branche wie der Medizintechnik kommt er zum Einsatz. Hier dient PLEXIGLAS® z.B. zur Stabilisierung von Implantaten im Knochen, umgangssprachlich als sogenannter Knochenzement. Des Weiteren ist PLEXIGLAS® gut beständig gegen verdünnte Säuren und Alkalien, sowie begrenzt gegen organische Lösungsmittel. PLEXIGLAS® lässt eine gute spanabhebende Bearbeitung zu. Es ist ab ca. 100 Grad Celsius verformbar und behält auch nach einer sofortigen Abkühlung mit Wasser diese Form bei. Man kann zwei Plexiglasscheiben auch durch Kleben oder Verschrauben verbinden. PLEXIGLAS® lässt sich mit CNC gesteuerten Fräsmaschinen hervorragend bearbeiten. PLEXIGLAS® ist alterungsbeständig und wird nicht durch Umwelteinflüsse geschädigt. PLEXIGLAS® absorbiert UV-Licht.

Ganz wichtig zu beachten ist, dass PLEXIGLAS® spannungsempfindlich ist, d.h. dass Plexiglasflächen auf keinen Fall mit Alkohol oder Lösungsmittel gereinigt werden dürfen. Plexiglasscheiben, die als Verglasung eingesetzt werden, führen zu erheblichen Energiekosteneinsparungen, da durch das PLEXIGLAS® ein übermäßiger Wärmeverlust im Winter sowie das Eindringen von Wärme im Sommer vermieden werden. Der als K-Wert bezeichnete Faktor für Wärmeverlust ist bei PLEXIGLAS® erheblich niedriger als bei Echtglas. Es gibt eine Vielfalt von Bereichen, in denen PLEXIGLAS® eingesetzt. PLEXIGLAS® wird aber auch zum Abschirmen von Gegenständen genutzt, da die Sicht nicht beeinträchtigt wird.


PLEXIGLAS®, die flexible Alternative zu Glas

PLEXIGLAS® hat nahezu die gleiche Lichtdurchlässigkeit wie Glas. Jedoch ist die Plexiglasbearbeitung unter Beachtung wichtiger Fertigungspunkte wesentlich einfacher. Beim Bohren sollte zum Beispiel auf ein vorheriges Zentrieren mit einem Körner verzichtet werden, da PLEXIGLAS® sehr spröde ist und durch Körnerschläge leicht reißen kann. Es sollte ein Bohrer mit einem sehr kleinen Spitzenwinkel gewählt werden. Die zu bearbeitende Plexiglasscheibe sollte fest gespannt sein, da der Bohrer sich ins Werkstück ziehen kann. Auch für eine ausreichende Kühlung sollte gesorgt werden, da sich beim spanenden Bearbeiten von Plexiglasscheiben schnell hohe Temperaturen entwickeln, die den in Bearbeitung befindlichen Bereich zum Schmelzen bringen können.

Plexiglasscheiben sind wesentlich leichter als gleichstarke Scheiben aus Echtglas. Auch bei der Herstellung von komplizierten Scheibenformen durch Umformen sind Plexiglasscheiben wesentlich einfacher zu bearbeiten. In der Maschinen-, Metall, Anlagen- und Apparatebauindustrie finden Plexiglasscheiben ihren Haupteinsatz als Einhausung, Trennscheibe oder Sichtschutz zur sicheren Kontrolle der Bearbeitungsvorgänge. Die Funktionen und Bewegungen, die hierbei von den Maschinen ausgeführt werden, bleiben jederzeit für den Bediener außerhalb der Maschine sichtbar.

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